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gleitig (adv.) bedeutet "schnell" "rasch". Nur lassen sich Berner bekanntlich nicht het-zen. Deshalb schwingt bei vielen berndeutschen Begriffen stets eine feine Bewertung mit, ob es sich nun um eine gute oder um eine schlechte Eile handelt, ob etwas noch mit der nötigen Sorgfalt getan werden kann, oder ob man nur noch auf Zeit spielt. Für letzteres steht beispielweise das Wort "jufle", für das es im Hochdeutschen bezeichnenderweise keine Entsprechung gibt. "Gleitig" hingegen beschreibt eine Beschleunigung, die kontrolliert abläuft und eben gerade deshalb nicht entgleitet. Alles fügt sich zügig zusammen, ohne dass die Qualität leidet, und ohne dass Menschen ausbrennen. Diese Sorgfalt sorgt dafür, dass dann eben auch die Sorgen "gleitig" gezählt sind (vgl. den Song "Aabelied"). So leitet einem die Mundart durch blosse sprachliche Nuancen zu jenem nachhaltigen Lebensstil, den man neuerdings als grosse Entdeckung feiert.
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