| Schweizer Armee – Weil das Land sie braucht?! |
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Doch „wo ein Wille ist, ist auch ein Weg“. In einer solchen Zeit ist es für eine Band, aber auch allgemein für eine Gruppierung, ein Team etc. extrem hilfreich, stets ein gemeinsames Ziel vor Augen zu haben von dessen Sinn und Richtigkeit alle Beteiligten überzeugt sind. Oder einfach ausgedrückt: Der Glaube an ein Ziel ist notwendig, um dieses auch zu erreichen. Die Frage nach der Rechtfertigung der Schweizer Armee gilt es hier nicht zu beantworten (obwohl Tobi und ich unseren Grosskindern einmal erzählen können, in einer Zeit Dienst geleistet zu haben, als ein ausländischer Staat der Schweiz den heiligen Krieg erklärt hat…), jede Band aber sollte sich ihres Auftrages bewusst sein, nicht nur, um anspruchsvolle Zeiten wie der Militärdienst von einzelnen Bandmitgliedern einigermassen zu überstehen. Die Schweizer Powern sind überzeugt davon, dass die Schweiz sie braucht, dass die Landwirtschaft eine musikalische Stimme braucht, die mal amüsiert, mal traurig, mal gewissenhaft, mal provokativ, mal herausfordernd aber immer todernst ins Land ruft. Das ist unser Ziel, von dessen Sinn und Richtigkeit wir alle überzeugt sind, woran wir glauben und welches wir mit unserem ersten Album zu erreichen versuchen. Zur Zeit arbeiten wir zusammen mit unseren Produzenten Wochenende für Wochenende an unseren Songs, feilen an jedem Gesangspart, an jedem Gitarrenakkord und Bassdrum-Schlag, immer mit dem Ziel, im Studio eine perfekte Leistung und somit einen perfekten Song abzuliefern, der unsere Anliegen in die Schweiz trägt. Eine erste Kostprobe haben wir mit unserem Demotape im Herbst 2009 abgeliefert, einen ersten Ausschnitt aus „Chäserei“ ertönt beim Öffnen der Homepage. Allerdings ist Erfolg nur bedingt planbar. Ein Landwirt sät anfangs Jahr mit besten Wissen und Gewissen sein Saatgut mit dem Ziel, zur Erntezeit die reich gewordene Frucht einzubringen. Doch den Erfolg kann er nur bedingt beeinflussen, zu stark ist dieser abhängig von der Natur (wir Wirtschaftler sprechen von „Externalitäten“) und somit von einer „höheren Macht“. Allerdings ist es in der heutigen Zeit äusserst unpopulär, sein Leben von einer „höheren Macht“ prägen zu lassen und zu vertrauen. „Jeder ist seines Glückes Schmied“ lautet die Devise, ein jeder soll sein Leben und dessen Verlauf in die Hände nehmen und hoffentlich positiv beeinflussen. Unternehmen entwickeln ihre Leitbilder, Vereine orientieren sich an ihren Statuten und ein jeder von uns weiss für sich persönlich oder sollte sich zumindest einmal im Leben damit auseinandersetzen, woran er glaubt und wozu es sich zu leben lohnt. |


Es ist die Zerreissprobe für eine Band, die 3-wöchigen – oder in Tobi’s und meinem Fall 21-wöchigen – grünen Ferien im Dienste des Vaterlandes. Konzentrieren sich das gesellschaftliche Leben, die Familie und die Freundin sowieso schon auf die eh immer zu kurzen Wochenenden, gilt es darüber hinaus zahlreiche Bandproben, Musikvereinanlässe oder andere Sitzungen unterzubringen. Sind die Daten einigermassen koordiniert, stellt eine unangekündigte Sonntagswache oder ein Auftritt der Militärmusik an einem Samstagmorgen die ganze Planung wieder über den Haufen.
CeDe.ch
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