| Oh du stille Weihnachtszeit |
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Sowie sich das Jahr dem Ende zuneigt, nehmen auch die Jahresrückblicke, Adventsfeiern und Weihnachts- und Neujahrsspecials zu.
Ich wage zu behaupten, dass wir oftmals zu feige sind, uns der Realität zu stellen und uns lieber selbst täuschen, in dem wir uns von vorgegaukelter Harmonie im Fernsehen oder der friedlichen Welt in der Adventszeit berieseln lassen. Nie treten Beziehungsprobleme, Schwierigkeiten am Arbeitsplatz oder unter Freunden so deutlich auf, wie in der Weihnachtszeit und nie versuchen wir gleichzeitig so heftig, unsere Gefühle und Probleme zu unterdrücken. Die familiäre Weihnachtsfeier verkommt zur Farce, da dem (weihnächtlichen) Frieden zu liebe alle eine heile Welt vortäuschen. Ich will kein Schwarzmaler aber auch kein Besserwisser sein. Wir alle sehen uns in der einen oder anderen eben karikierten Szene. Ich, respektive, wir Schweizer Powern sind der Meinung, dass die Schweiz Menschen braucht, die sich der Realität stellen, Bereitschaft zur Veränderung zeigen, hierfür aber nicht ihre Überzeugungen und Meinung opfern. Das bedingt allerdings, dass man sich erst mal eine eigene Meinung bildet. Was ist mir im Leben wichtig? Wofür lohnt es sich ein zu stehen? Bin ich am aktuellen Tagesgeschehen interessiert? Bin ich interessiert an meiner Zukunft? An der Zukunft meiner „Welt“, meiner Gesellschaft? Wir scheuen uns oftmals, Verantwortung zu übernehmen, möchten uns für alle erdenklichen Fälle einfach oder doppelt absichern (übrigens besteht ja auch Ende Jahr die Möglichkeit, die Versicherung zu wechseln; wer’s noch nicht gemacht hat sollte sich sputen) und wagen uns nicht mehr zu exponieren. Nicht so die Schweizer Powern. Wir sind Aussenseiter, fahren auf dem Nebengleis (aber nicht Abstellgleis) und stehen dazu. Wir wagen auch mal unpopuläre Wege und Aussagen, sind aber bereit die Konsequenzen hierfür zu tragen. Dies erlaubt mir auch, diesen zum Teil sehr bissigen Blog über unsere manchmal so verkrampfte Welt zu verfassen. Die Schweizer Powern nehmen sich am Jahresende Zeit für einen Rückblick. Ein Rückblick auf ein Jahr, das abwechslungsreicher, intensiver und spannender nicht hätte sein können. Sozusagen von null auf hundert mit Potential, weiter Gas zu geben. Wir bedanken uns in dieser Form herzlich für eure Unterstützung, euren felsenfesten Glauben an unsere Musik und an unsere Botschaft. Es ist toll, aber auch eine Seltenheit, solche Freunde zu haben. Eure Anteilnahme im vergangenen Jahr, eure ermutigenden Worte und positiven Feedbacks haben uns auf unserem Weg bestätigt und ermutigt, auch im Jahr 2011 weiter voranzugehen, um Schweizer Rockgeschichte zu schreiben. Beste Grüsse, Eure Schweizer Powern
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Eine clevere Band bringt Ende November die Neue CD mit alten, aber weihnächtlich verpackten Songs auf den Markt, um zum Jahresende die (Band)Kasse klingeln zu lassen. Städte und Dörfer versuchen sich gegenseitig mit Weihnachtsmärkten zu übertrumpfen und die Masse an abgestumpften, kitsch-liebenden Weihnachtskäufern anzulocken. Nichts gegen eine Tasse Glühwein und ein wenig Zimt-Glückseligkeit (ich war selber am Basler „Weihnachtszauber“ mit Schlittschuhbahn und weissem Glitzer-Riesenrad), aber vielleicht würden uns die Feiertage weniger Kopfweh bereiten, wenn wir nüchterner blieben darin. Und ehrlicher. Denn der Versuch, einer nicht so perfekten Welt in der Adventszeit (oder zumindest an einem Samstagabend am Huttwiler Weihnachtsmarkt) zu entfliehen, entspringt der Sehnsucht nach Rausch. Und sowas lässt sich immer profitabel nutzen.
CeDe.ch
Kommentare
Danke für die guete Wort! Göh ungere, unger d Huut!Das isch ja äbe das, wo SCHWEIZER POWERN so sympatisch macht! Ächt, unverfälscht offen und ehrlich!
Danke viu mau! Mached wieter so!
Bi no nie e so stolz gsi e Ämmitaler z si wie jetz!
Wünsche euch alles Guete und viel Erfolg! Bärnu
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