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Die Kunst, Kunst als Kunst zu erkennen |
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Neulich im Zug von Basel nach Olten. Er, vollbärtig, lange zusammengeknotete Haare, riesiger Ohrstecker, Ray-Ban Brille, Freitagtasche, selbsternannter Öko-Sozi-Fritze und medienwirksamer AKW-Gegne r (Typ: „Ich-steh-am-Bahnhof-und-sammle-Unterschriften-für-die-Erklärung-von-Bern“). Sie, piepsige Berner Stimme, mir den Rücken zuwendend (daher fehlt an dieser Stelle eine ausführliche Beschreibung). Beide über die Frage diskutierend, die bereits Freundschaften zerbrechen liess, Gesellschaften gespalten hat und wohl Kriege auszulösen vermag: Wann gilt Kunst als Kunst?
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Rückblick auf einen "Frei-Tag" |
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Ich bin in Bloglaune. Während sich andere, sie dürften in der Überzahl sein, an diesem zusätzlichen Frei-Tag in die mehr oder minder prominente Karfreitagssonne stürzen, zieht es mich – ja, ich schäme mich dafür - an den Computer. Draussen, wo man hinschaut, überall das selbe Bild: Schirme, Sonnenschirme, um genau zu sein. Drinnen, ebenfalls – einfach ohne Doppelpunkt und zusammengeschrieben, und singulär.
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Kürzlich waren wir mit Sigi (dem Bären unter unseren Gitarristen) auswärts essen – Abschied feiern. Vor einiger Zeit hat er uns mitgeteilt, dass er die "Schweizer Powern" auf Ende Jahr verlassen werde.
Es tut weh, wenn einer geht. Auch wenn es Gründe gibt dafür, und sogar dann, wenn diese einsichtig sind. Sigi hat in Langenthal die Leitung einer Beiz, der "Traube", übernommen und steht seit anfangs Jahr hinter dem Tresen. Bei einem solchen Job sind freie Abende und Wochenenden für Bandproben und Konzerte extrem rar. Wer sind wir, dass wir so was nicht verstünden oder einen solchen Entscheid verurteilen könnten, ausgerechnet wir, die wir in unseren Liedern das Sterben einer Dorfbeiz beklagen? Sigi wird der Beiz Atmosphäre geben.
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Die Schweizer Powern ändern ihr Gesicht! Böse Ahnungswolken scheinen über dem Schweizer-Powern-Freunde-Himmel aufzuziehen. Doch was so radikal tönt, entpuppt sich als logischer Schritt aufgrund der letztjährigen Entwicklung der Band. Wir wechseln weder den Stil (man stelle sich „Aabelied“ als geschriene Metal-Ballade vor) noch die Sprache (auf „tell me how it is“ wartet ihr leider vergebens). Nach gut einem Jahr entsteht aber der neue Internetauftritt unserer Band. Der Inhalt bleibt gleich, die Hülle wird aber modernisiert und auf den neusten technischen Stand gebracht (vielen Dank unserem Webadministrator Urs Moser).
Gerade rechtzeitig zum Fasnachtsstart legen wir uns also eine neue Homepage-Maske zu. An dieser Maske haben wir viel gefeilt und diskutiert. Wer weiss, wer alles unsere Page mal besuchen kommt, welche (potentiellen) Partner der Schweizer Powern durch unseren Auftritt im World Wide Web auf uns aufmerksam werden, welche Konzertveranstalter von unserer Internet-Maske begeistert sind und, und, und.
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Oh du stille Weihnachtszeit |
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Sowie sich das Jahr dem Ende zuneigt, nehmen auch die Jahresrückblicke, Adventsfeiern und Weihnachts- und Neujahrsspecials zu. Eine clevere Band bringt Ende November die Neue CD mit alten, aber weihnächtlich verpackten Songs auf den Markt, um zum Jahresende die (Band)Kasse klingeln zu lassen. Städte und Dörfer versuchen sich gegenseitig mit Weihnachtsmärkten zu übertrumpfen und die Masse an abgestumpften, kitsch-liebenden Weihnachtskäufern anzulocken. Nichts gegen eine Tasse Glühwein und ein wenig Zimt-Glückseligkeit (ich war selber am Basler „Weihnachtszauber“ mit Schlittschuhbahn und weissem Glitzer-Riesenrad), aber vielleicht würden uns die Feiertage weniger Kopfweh bereiten, wenn wir nüchterner blieben darin. Und ehrlicher. Denn der Versuch, einer nicht so perfekten Welt in der Adventszeit (oder zumindest an einem Samstagabend am Huttwiler Weihnachtsmarkt) zu entfliehen, entspringt der Sehnsucht nach Rausch. Und sowas lässt sich immer profitabel nutzen.
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Die CD-Taufe, die ersten Konzerte, Interviews, die positiven Berichte in den lokalen Medien … alles ist so schnell abgelaufen, dass wir gar nicht recht zum Luft holen gekommen sind. Geschweige denn zum Feiern. So entschliessen wir uns spontan, eine Pause einzulegen, auf das Erreichte anzustossen und über Highlights auszutauschen. Jim Bows, unseren Produzenten, laden wir ebenfalls dazu ein. So vieles haben wir ihm zu verdanken, seiner Erfahrung, seinem Wissen und seinem Glauben an uns. Er ist uns, seit er vor einem knappen Jahr zum ersten Mal in seiner verwaschenen Jeansjacke in unserm Übungsraum stand, zu einem echten und lieben Freund geworden.
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Die CDs liegen in den Kartons bereit, die persönlichen Einladungen sind draussen, die Plakate ausgehängt, der Vorverkauf der Tickets läuft (läuft er?). Nach Wochen und Monaten des Tätigseins für die “Schweizer Powern” kehrt Ruhe ein. Und mit ihr kommen die Fragen. Wie wird die CD-Taufe am 27. August in der alten Turnhalle Huttwil verlaufen? Werden Leute kommen? Wird unser Feuer Funken springen lassen?
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Schweizer Armee – weil das Land sie braucht?! Folge 2 |
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Ein Ansturm von Begeisterung überkam mich, als ich im Kino sass, um mir den damals brandneuen Bond-Film “Quantum of Solace” zu Gemüte zu führen. Ich würde lügen, behauptete ich, dass ich mir nach dem Streifen nicht überlegt hätte, wie es wohl wäre, selber Geheimagent zu sein… Was ich damals nicht wusste; die gute alte Schweizer Armee sollte mir den heimlichen Traum einer Tätigkeit bei einem Geheimdienst schon bald erfüllen.
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Eine Ode an das Maitannli |
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Man sieht sie mittlerweilen nur noch vereinzelt, wohl dann, wenn die Stellbuben nebst ihrem Meitschi noch tausend andere Sachen im Kopf haben und noch keine Zeit fanden, die mit viel Fleiss und Schweiss aufgestellte Maitanne wieder zu fällen (Obwohl beim Aufstellen offenbar immer mehr technische Hilfsmittel eingesetzt werden und zumindest der Schweiss wegfällt. Ich wage allerdings zu behaupten, dass ein Maitannli immer noch von Hand aufgestellt gehört.)
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In unserem letzten Blog schilderten wir, wie köstlich wir uns auf zahlreichen Band-Ausflügen ob unseren berndeutschen Ausdrücken amüsiert hatten. Aufmerksame Zeitgenossen werden festgestellt haben, dass unsere Sprache jedoch nicht nur zur “Unterhaltung” dient, sondern ebenfalls durch ein erstaunliches Mass an Präzision zu glänzen vermag.
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«juudoone, hockeyle, schutte» |
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Sind sie nicht unbezahlbar, die ausgedehnten Autofahrten unter Gleichgesinnten?! Hat sich die obligate Grundmüdigkeit einmal eingestellt, laden solche Trips regelrecht ein, über jeden “Seich” zu lachen, über belanglose Dinge zu streiten oder aber über Wichtiges zu diskutieren. Nicht anders bei den «Schweizer Powern»:
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Vergangenes Wochenende war es wieder soweit. Exakt hundert Tage nach Weihnachten stand ein weiterer Höhepunkt im christlichen Kalender auf dem Programm: Eier in verschiedensten Ausführungen, Geschmacksrichtungen und Farben wurden verspiesen, der Papst sammelte seine Schäfchen auf dem Petersplatz und alle Fastenden fanden nach vierzig Tagen ihre Erlösung im traditionellen Osterbrunch (oder im wieder erlaubten Facebook-Zugriff).
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… normal ist, dass alles berechnet wird, alles machbar erscheint, alle zu wenig Zeit haben, alle einander stressen, alle jammern, alle dieselbe Musik machen, alle dieselbe Musik hören, alle in der (Vor)-Stadt wohnen, alle froh sind, nicht zu sein wie alle …
Wir sind nicht normal.
Wir fahren auf einem Nebengeleise. Wir machen Bauern-Rock. Wir glauben an das, was wir singen. Wir denken, bevor wir den Mund aufmachen. Und wir singen, weil das Land uns braucht.
Die Schweizer Powern
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Schweizer Armee – Weil das Land sie braucht?! |
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Es ist die Zerreissprobe für eine Band, die 3-wöchigen – oder in Tobi’s und meinem Fall 21-wöchigen – grünen Ferien im Dienste des Vaterlandes. Konzentrieren sich das gesellschaftliche Leben, die Familie und die Freundin sowieso schon auf die eh immer zu kurzen Wochenenden, gilt es darüber hinaus zahlreiche Bandproben, Musikvereinanlässe oder andere Sitzungen unterzubringen. Sind die Daten einigermassen koordiniert, stellt eine unangekündigte Sonntagswache oder ein Auftritt der Militärmusik an einem Samstagmorgen die ganze Planung wieder über den Haufen.
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Schweizer Powern – Weil das Land uns braucht |
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Wir sind eine Rockband vom Land (Rohrbach) und machen seit einem Jahr Bauern-Rock mit Power. Unsere berndeutschen Texte kreisen ums Landleben und um jene Dinge, die ein Bauer noch weiss und andere erst durch ihn wieder sehen lernen. Wir machen “Hühnerhaut-Musik” voller Emotionen und Leidenschaft, und wenn im Sommer unsere erste CD erscheinen wird, werden sich andere Bands warm anziehen müssen.
Die Mitglieder der Schweizer Powern kommen entweder aus Bauernfamilien oder sind nicht weit davon entfernt. Wir sind offen für Fans, Freunde und Sponsoren … verfolgt im Blog die Entstehung unserer CD, besucht uns auf Facebook und drückt uns die Daumen, dass wir unseren Weg in die Schweizer Rockszene finden.
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